Urlaub mit den Eltern. Mit Mitte Zwanzig. Und dann noch in einem Wohnmobil. Horrorvorstellung oder angenehme Quality Time? Das wollte ich diesem Sommer herausfinden. Ist es möglich, Urlaubsfeeling und Entspannung aufkommen zu lassen trotz des geringen Raums und der eingeschränkten Möglichkeit auf Privatsphäre? Ich kann vorwegnehmen: Ja ist es. Man muss einige Kompromisse eingehen und sich auf die andere Art zu Reisen einlassen aber dann kann das ein traumhafter Urlaub werden. Im Folgenden ein kleiner Bericht zu den besten Spots in Frankreich und der Schweiz, an denen man mit dem Reisemobil wunderbar zwischen tiefen Bergseen und langen Schluchten Campen kann und ein Auszug aus dem Reisealltag mit den Eltern.

Zum ersten Mal im Reisemobil unterwegs? Lesen Sie hierzu unseren Blogartikel: Zum ersten Mal unterwegs mit dem Reisemobil

Von Colmar bis Les Mosses

Deutschland´s Pfalz hat so einige Vorteile. Neben traumhaften Weinregionen und naturbelassenen Wäldern ist es auf jeden Fall die Nähe zu Frankreich. Etwas über 2 Stunden Fahrt und man steht mitten in der wunderschönen Altstadt von Colmar. Man muss also nicht immer weit weg fahren um Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Von unserem ersten Campinplatz in Eguisheim in der Nähe vom schönen Colmar geht es weiter in die Schweiz. Wir verlassen die Colmar Region in bester Urlaubslaune. Eine wunderschöne Altstadt mit ihren vielen Kanälen und kleinen Cafés hat uns verzaubert. Für unseren nächsten Stopp verlassen wir Frankreich und fahren in die Schweizer Alpen. Uns ist es nach 3000er Riesen und tiefen Bergseen.

Von Les Mosses zum Mont Blanc

Chamonix am Fuße des Mont Blanc das war unser nächstes Ziel. Instagram ist voll von verschneiten Bildern dieser kleinen wunderschön beleuchteten Stadt aber wir hätten nicht gedacht, dass dieses kleine Städtchen auch im Sommer so viel zu bieten hat. Ein kleiner Laden reiht sich an den nächsten. Unser Stellplatz an der Seilbahnstation Aiguille du Midi bietet uns die Möglichkeit schon morgens mit der wohl coolsten Bergbahn Europas zu fahren. Überwältigender Ausblick inklusive. Am Nachmittag entschieden wir uns für eine kleine Wanderung zur Gletscherzunge.

Pyramides d’Euseigne

Ein weiterer Stopp den ich nur jedem empfehlen kann sind die Erdpyramiden, Pyramides d’Euseigne. Sie bilden eine der bedeutendsten erdwissenschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Alpen und stehen unter Schutz. In der Endphase der letzten Eiszeit  vor rund 80.000, wich der Glacier d’Hérens nach Süden zurück. Beim weiteren Abschmelzen blieben zwei Gletscherzungen übrig. Seit dem Rückzug des Eises ist das abgelagerte Moränenmaterial der Witterung ausgesetzt, welche diesen recht wasserdichten, harten Beton langsam aber stetig zermürbt.  Schmelzwasser, welches oberflächlich  herunter rieselt, legt nach und nach die großen widerstandsfähigen Felsbrocken frei. Auf unserem Weg weiter nach Saas-Fee kann man super einen Zwischenstopp in Sion einplanen. Das zwischen Bergen gelegene Städtchen bietet durch die Burg am Stadtrand und durch die vielen alten Bauten viele, tolle Sehenswürdigkeiten. Das letzte Highlight an diesem Tag war definitiv unser Stellplatz Hohsaas mit  Blick auf 18 Viertausender.

Bild von Ahorn Wohnmobil in den Weinbergen

Seealpsee und Luzern

Die Schweiz hat ja bekanntlich die schönsten Seen. Aber dieser See ist nochmal etwas ganz Besonderes. Glasklares Wasser in dem sich saftig grüne Bäume spiegeln, machen das Postkartenbild perfekt. Die idyllische Lage im Appenzellerand mit den wunderbaren Wanderwegen hat mich wirklich verzaubert. Diesen Stopp konnte  wir durch unsere Flexibilität mit dem Wohnmobil so spontan einplanen und hätten ihn nicht missen wollen. Das haben wir auf der Reise besonders am Campingurlaub lieben gelernt. Man kann jeden Stopp Wetter- , Lust- und Zeitabhängig gestalten ohne sich vorher festlegen zu müssen. Und auch unser letzter Halt in einer der größten Schweizer Städten hat gezeigt: Das Wohnmobil ist universal einsetzbar. Sowohl für eine Übernachtung am Mont Blanc, als auch an einem der schönsten Bergsee und zuletzt als Fortbewegungsmittel bei einem Städtetrip.

Fazit zum Trip mit meinen Eltern 

Insgesamt war der Trip mit meinen Eltern super angenehm. Die Begeisterung meiner Eltern für tolle Landschaften und Natur hat mich mitgerissen und ich bin sehr dankbar so viel erlebt und gesehen zu haben. Die großzügige Aufteilung und die Möglichkeit hat es jedem von uns Dreien ermöglicht auch mal abzuschalten und einen Moment für sich zu haben. Der Ahorn Camp T590 ist ein kleineres Wohnmobil und hat keine extra Raumaufteilung vorgesehen. Da wir die meiste Zeit unterwegs waren und nur zum Schlafen im Camper, hat das aber trotzdem super funktioniert. Für diesen Sommerurlaub war der T590 durch seine Länge von unter 6 Metern super um auch in den Städten gut voran zu kommen und parken zu können. Außerdem kann ich nur jedem einen Roadtrip durch die Schweiz und Frankreich empfehlen. Super schöne Ländern in denen man mit dem Camper sorgenfrei und flexibel die Natur entdecken kann.

Bild von Ahorn Camper mit Eltern